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KONRAD-ZUSE-ZENTRUM
FÜR INFORMATIONSTECHNIK
BERLIN

Wirtschaftliche Situation

Das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (ZIB) finanziert seine wissenschaftliche Arbeit vor allem aus drei Quellen: der Grundfinanzierung des Landes Berlin, aus eingeworbenen Drittmitteln öffentlicher Träger sowie aus Industriekooperationen. Auch im Jahr 2010 setzte sich der Trend fort, dass die Finanzierung des Instituts aus öffentlichen Mitteln zurückgeht und der Anteil der Drittmittelprojekte überproportional steigt. Trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten konnte das ZIB wieder interessante Forschungsprojekte akquirieren und bleibt ein gefragter Kooperationspartner für große und mittelständische innovative Unternehmen. Die Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wurde im Jahr 2010 zu fast 75 % aus Drittmitteln finanziert.


Im Jahr 2010 wurden im Rahmen der gestiegenen Drittmittelprojekte im Vergleich zum Vorjahr 28 Personen mehr am ZIB beschäftigt. Es wird deutlich schwieriger, exzellente Wissenschaftler für den Standort Berlin zu begeistern, da zum einen weniger gut ausgebildete Mathematiker/innen und Informatiker/innen auf dem Markt zur Verfügung stehen und zum anderen die Gehälter der Angestellten des Öffentlichen Dienstes in Berlin auch nach der Tarifumstellung auf den TV-L immer noch deutlich unter denen der anderen Bundesländer liegen.


Diesen Wettbewerbsnachteil konnte das ZIB ausgleichen durch seinen guten Ruf in der Community, durch anspruchsvolle Projekte, gute Betreuung und hervorragende Teamarbeit, die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein Sprungbrett sowohl für die Karriere im wissenschaftlichen Bereich als auch in der Industrie bietet. Der Ausbau des Hochleistungsrechners HLRNII wurde vollständig abgeschlossen. Die langfristige Datenhaltung des Instituts wurde ausgebaut und wissenschaftlichen Einrichtungen in Berlin als hochwertiger Service angeboten. Zahlreiche neue Forschungskooperationen wurden in diesem Bereich abgeschlossen. Aus dem Konjunkturprogramm II wurde 2010 in der Abteilung Wissenschaftliche Information ein zusätzliches Projekt „Mobiles Tele-Teaching“ mit 60 T EUR finanziert. Das Land Berlin leistete 2010 einen ausgabewirksamen, konsumtiven Zuschuss in Höhe von 7.305 T EUR (ohne BRAIN und KOBV-Anteile), der investive Bereich des ZIB wurde mit 435 T EUR unterstützt.


Die Drittmitteleinnahmen sind von 6.417 T EUR in 2009 auf 6.046 T EUR in 2010 zurückgegangen. Dieser Rückgang betrifft ausschließlich die Drittmittel aus dem Öffentlichen Bereich. 2009 betrugen diese 4.656 T EUR, 2010 nur noch 3.797 T EUR. Der Rückgang wird nahezu kompensiert durch die Akquisition von Industriemitteln, sie steigen von 1.761 T EUR in 2009 auf 2.250 T EUR in 2010, ein großartiger Erfolg für das ZIB. Herausgerechnet und an dieser Stelle nicht erfasst wurden selbstverständlich alle Mittel, die im Zuge von Projektkooperationen an Forschungspartner weitergegeben wurden. Die Drittmitteleinnahmen aus dem Industriebereich lagen damit auf dem höchsten Stand seit der Gründung des ZIB.