Pressespiegel
Zahlengenie aus Indien: Mathematiker verneigen sich vor Ramanujan (Spiegel Online, 22.12.2012)
Vor 125 Jahren wurde der indische Zahlenvirtuose Sriniwasa Ramanujan geboren. Der Autodidakt...
Zukunftsforschung aus Berlin (Tagesspiegel, 26.09.2012)
Der Bund bewilligt drei neue „Forschungscampus“.
offene Stellen
Wissenschaftliche/r Angestellte/r für die Abteilung Wissenschaftliche Information
Kennziffer: WA 15/13
Neuer Supercomputer für die Spitzenforschung in Norddeutschland (17.12.2012)
Brandenburg tritt Norddeutschem Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen bei
Deutschlands Norden erhält ab dem Herbst 2013 einen neuen Supercomputer für die Spitzenforschung. Die Verträge für das neue Rechnersystem „HLRN-III“ wurden heute am Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik in Berlin und in Niedersachsen am Rechenzentrum der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover mit der Firma Cray unterzeichnet. Die Investitionskosten von 30 Mio. tragen je zur Hälfte der Bund und die beteiligten Länder.
Auftraggeber ist der Norddeutsche Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN-Verbund), der 2001 von den Bundesländern Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gegründet wurde. Der HLRN-Verbund betreibt gemeinsam ein verteiltes Supercomputersystem an den Standorten Berlin und Hannover. Nach dem kürzlich erfolgten Beitritt Brandenburgs bündeln nun 7 von 16 Bundesländern ihre Kräfte im Hoch- und Höchstleistungsrechnen.
Die Nutzung von Supercomputern ist in vielen Disziplinen mittlerweile Voraussetzung für exzellente Forschungsleistungen und hat zu einer drastischen Beschleunigung von Entwicklungszyklen geführt. Hauptanwendungsgebiete des HLRN sind Umweltforschung und Klimawissenschaften, Ingenieuranwendungen, sowie Grundlagenwissenschaften wie Physik, Chemie und Lebenswissenschaften.
Das Rechnersystem wird z.B. zur konstruktiven Verbesserung von Verkehrsflugzeugen und Flugzeugtriebwerken in Hinblick auf eine Verringerung von Lärm- und Abgasemissionen eingesetzt. Auch dreidimensionale Modelle von extrasolaren Gasplaneten werden damit zum besseren Verständnis der Struktur der Planetenatmosphäre simuliert. Die am HLRN entwickelten Methoden sind in so verschiedenen Gebieten wie der Entwicklung von Klimamodellen, Fusionsreaktoren und Raketenantrieben oder in der Medizin anwendbar. Sie kommen auch in der Vorhersage und Untersuchung von Wirbelstürmen zum Einsatz.
Mit dem HLRN-III wird der Wissenschaft in Norddeutschland nun eine deutlich leistungsfähigere Infrastruktur für das Hoch- und Höchstleistungsrechnen zur Verfügung gestellt, die als Innovationsmotor gilt und die Wettbewerbsfähigkeit von Spitzenforschung im internationalen Vergleich sichert. Mit seiner Spitzenrechenleistung von rund 2,6 PetaFlop/s (2,6 Billiarden Operationen pro Sekunde) wird der HLRN-III im Endausbau sein Vorgängersystem um das rund 10-fache überbieten. Das System verfügt über ein neuartiges Hochleistungsnetzwerk der Firma Cray und ist darüber hinaus durch numerische Beschleuniger und neue Prozessorgenerationen aufrüst- und erweiterbar.
Der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Ausschusses, Prof. Dr.-Ing. Thomas Rung hebt hervor: „Besonders erfreulich ist, dass die signifikant erhöhte theoretische Rechenleistung, welche mit dem Wechsel zur dritten Rechnergeneration HLRN-III verknüpft ist, aufgrund der beeindruckenden Benchmark-Ergebnisse der CRAY XC30 sofort durch alle wissenschaftlichen Anwendungen nachvollzogen wird.“

