Orbita
Chirurgische Rekonstruktion von Augenhöhlendefekten
Beschreibung
Die Diagnostik bei Defekten der knöchernen Augenhöhle erfolgt typischerweise mittels Röntgen-Computertomografie (CT) oder digitaler Volumentomographie (DVT). Die Planung einer chirurgischen Versorgung von Orbitafrakturen basiert in der Regel auf den Schnittbildern der CT-Untersuchungen. Eine Dislokation von Knochenfragmenten ist dabei im Allgemeinen bereits gut erkennbar. Die detaillierte Vorplanung der chirurgischen Rekonstruktion einer frakturierten Augenhöhle ist aufgrund der fehlenden Dreidimensionalität der Bilddaten jedoch schwierig und erfordert eine computergestützte 3D Rekonstruktion und Planung. Die automatische 3D Rekonstruktion der zum Teil papierdünnen Orbitawände aus tomografischen Bilddaten ist aufgrund des sogenannten Partialvolumeneffektes allerdings unzuverlässig und erfordert eine aufwändige, manuelle Feinsegmentierung.
Im Orbita-Projekt wird an robusten und schnellen Segmentierungsverfahren unter Zuhilfenahme anatomischer Zusatzinformation sowie an computergestützten Planungs- und Rekonstruktionsverfahren gearbeitet, bei denen individuelle sowie charakteristische anatomische Gegebenheiten berücksichtigt und Defekte mit Hilfe von anatomischem Formwissen (statistische 3D-Formmodelle normal ausgeprägter Anatomie) rekonstruiert werden können.
Weitere Informationen finden sich in der ausführlichen Projektbeschreibung.
Mitarbeiter
Hans Lamecker
Britta Weber
Antonia Wittmers
Stefan Zachow
Michael Zilske
Verantwortlich
Partner
AO Foundation - Development Institute, Davos, Schweiz (Priv.-Doz. Dr. Hansrudi Noser, Dr.Dr. Lukas Kamer)
cfc Hirslanden, Cranio Facial Center, Aarau, Schweiz (Prof. Dr. Dr. med. Beat Hammer)
Finanzierung
A. Wittmers was funded by the AO Foundation
Dauer
01.11.2005 - 31.10.2006

