Struktur der Nutzung

Die folgende Abbildung erklärt die Nutzung des Hierarchischen Speichersystems (HSM) im Rahmen von Projekten der Langzeitspeicherung.


Die Rechner des Projektpartners haben über IP-Protokolle Zugriff zu einem bei uns bereitgestellten virtuellen Server. Dieser Server hat Zugriff auf ein Dateisystem, das sich auf Plattenspeicher im ZIB befindet.
Pro Dateisystem wird ein fester Bereich des Plattenspeichers zugeordnet, der dem Projekt exklusiv zur Verfügung steht. Die technische Ausführung und die Größe dieses Plattenspeichers hängt von den Anforderungen des Projektes ab. In jedem Fall ist er über Fibre Channel am zentralen Speichernezwerk des ZIB angeschlossen.

Der Plattenplatz dient lediglich als Cache zur Beschleunigung des Zugriffes und wird nie voll.

Unsere Server haben Zugriff auf alle Dateisystem der Projektpartner. Der gleichzeitige Zugriff der Server und virtuellen Projektserver auf ein Dateisystem wird durch QFS (Quick File System) ermöglicht.

Das SAM-FS (Storage and Archive Manager) auf unseren Servern kopiert neue und geänderte Dateien nach von uns festgelegten Kriterien als zwei Kopien in zwei voneinander unabhängige Bandbibliotheken. Für jedes Projekt werden dafür zwei Sätze von Bändern bereitgestellt.

Wenn der Plattenplatz überzulaufen droht, werden nach von uns festgelegten Kriterien die Inhalte von Dateien auf den Platten freigegeben. Die Dateibeschreibung selbst bleibt erhalten, so daß entsprechende Informationsdienste die Dateien weiterhin sehen. Wird solch eine Datei geöffnet, lädt das SAM-FS unserer Server den Inhalt der Datei automatisch vom Band auf die Platte zurück.

Die Vorgänge des Anlegens von Kopien, Freigeben und Zurückladen von Inhalten erfolgt automatisch ohne Eingriff von Anwendern. Der Zustand einer Datei ist dabei für Anwender abfragbar. Bei Bedarf können die automatisch ablaufenden Vorgänge auch durch Anwender vom virtuellen Server aus manuell ausgelöst werden.