Der Nachbau der Rechenmaschine Z3

Nachbau der Rechenmaschine Z3

Das Projekt für den Nachbau der Rechenmaschine Z3 von Konrad Zuse wurde von Prof. Dr. Raul Rojas (FU Berlin) und PD Dr. Horst Zuse (TU Berlin) initiert.

Prof. Rojas übernahm die technische Leitung und war verantwortlich für den Bau des Speichers und Prozessors. Im Rahmen dieser Aufgabe definierte er die Blockarchitektur der beiden Komponenten. Als Grundlage diente dabei die Patentanmeldung der Z391 von Konrad Zuse (durchgearbeitet und veröffentlicht in: R. Rojas (Hrsg.), Die Rechenmaschinen von Konrad Zuse, Springer-Verlag, Berlin, 1998).

Dr. Frank Darius (FU Berlin) entwarf darauf aufbaünd die Detailschaltungen mit modernen Relais. Die Schaltungen wurden von Georg Heyne (Leiters des Elektroniklabors des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft) überprüft und an die vorhandene Hardwarekomponenten angepaßt. Wolfram Däumel (Fritz-Haber-Institut) hat das Layout der Platinen entworfen. Lothar Schönbein und Torsten Vetter (beide vom Fritz-Haber-Institut) haben die Fertigung bzw. die Mikroprogrammierung übernommen. Cüneyt Göktekin (FU Berlin) entwarf mit Unterstützung von Bernhard Frötschl (FU Berlin) und Prof. Rojas eine Benutzerschnittstelle zur Ansteuerung der Z3 mittels eines PCs anstelle der Z3-Konsole. Cüneyt Göktekin implementierte diese virtuelle Konsole in den Programmiersprachen Java und C. Das Debugging der Hard- und Software wurde von Dr. Darius, Bernhard Frötschl, Cüneyt Göktekin und Prof. Rojas durchgeführt.

Schüler der 1. Berufsschule Pankow (Sonderpädagogik) schweißten mit ihren Lehrern Thekla Lewandowki, Olaf Morgenbrod und Norbert Wagner die Gestelle für den Speicher und das Rechenwerk der Maschine Z3 zusammen. Die Schüler der Konrad-Zuse-Schule in Hünfeld konstruierten zusammen mit ihrem Lehrer Uwe Trautrims den Lochstreifenleser und Lochstreifenstanzer.

Unten sind einige Bilder des Nachbaus der Z3 zu sehen. Der Nachbau wurde am 11.5.01 und 12.5.01 im Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik vorgestellt.

Bilder des Nachbaus der Rechenmaschine Z3

Z3 Z3
Rückseite der Prozessorplatine.
Rückseite der Speicherplatine.
Z3 Z3
Nachbau der Z3 bei der Pressekonferenz am 11. Mai 2001. Der Nachbau der Z3 bei der Vorstellung der Maschine
im WDR-Computerclub (12. Mai 2001, Birlinghoven).
Zur Vergrößerung auf das Bild klicken.

Z3 Z3
Der Nachbau der Z3 bei dem Workshop am 12. Mai 2001. Teilsicht des Z3 Speichers.
Z3 Z3
Gesamtsicht des Z3 Speichers. Der Z3 Speicher mit Sicht auf die Tasten, die zur
Eingabe von Zahlen benötigt werden.
Z3 Z3
Raúl Rojas mit dem Nachbau des Addierers der Z3 bei
der Pressekonferenz am 11. Mai 2001.
Pressekonferenz am 11. Mai 2001 (Horst Zuse, Peter Deuflhard,
Raúl Rojas).
Z3 Z3
Präsentation der Z3 auf der Jubiläumsfeier des "Wissenschafts-
zentrums Bonn" (Horst Zuse, Raúl Rojas, Bundespräsident
Johannes Rau) 13. Mai 2001.
Gruppenfoto vor der Z3 bei der Jubiläumsfeier (Cüneyt Göktekin,
Raúl Rojas, Frank Darius, Georg Heyne, Horst Zuse).
Z3
Gruppenfoto vor der Z3 bei der Jubiläumsfeier der GMD in Bonn
12. Mai 2001 (Raúl Rojas, Georg Heyne, Frank Darius, Cüneyt
Göktekin).

Z3 Nachbau Video

Z3 Video
z3-2.mpg
Das Video zeigt den Nachbau der Z3. Links kann man das Rechenwerk sehen, rechts den Speicher. Die Aufnahmen stammen vom 9.01.2002. Die Konsole der Z3, mit der die Operanden und die auszuführende Operation eingestellt wurden, wurde beim Nachbau durch einen PC ersetzt. Wie die Orginal Z3 beherrscht der Nachbau die Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division, Quadratwurzel sowie die Umwandlung von Dezimalzahlen in das Binärsystem und umgekehrt. Über dem Rechenwerk kann man die Schrittschalter sehen, die für die Steuerung der Operationen verantwortlich waren. Der Speicher speichert 32 Gleitkommazahlen a 22 Bits (1 Bit für das Vorzeichen, 7 für den Exponenten und 14 für die Mantisse).